Dienstag, 25. Oktober 2022

Laut Statistik wächst unter Rentnern die Armut

In Deutschland reicht die Rente immer mehr Senioren nicht zum Leben. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichtet, wächst die Zahl derer, die zusätzlich zu ihrer Rente Grundsicherungsleistungen beziehen. Im Juni 2022 bezogen demnach bundesweit 628.570 Menschen im Rentenalter Grundsicherung - 51.025 Personen mehr als noch im Juni 2021. Das entspricht einem Anstieg von fast neun Prozent.

 Angefragt hatte die Zahlen die Linke. Deren Fraktionschef im Bundestag, Dietmar Bartsch, forderte die Regierung zum Handeln auf. "Altersarmut steigt und steigt", sagte Bartsch. Die Ampelkoalition müsse deutlich mehr tun, dass Rentnerinnen und Rentner durch den Winter kommen. "Wir brauchen einen Abwehrschirm gegen Altersarmut. Die Preise für Strom und Gas müssen vor dem Winter gedeckelt werden, nicht danach."

Die Energiepauschale von 300 Euro reiche vorne und hinten nicht und müsse für kleine bis mittlere Renten erhöht werden, so Bartsch weiter. Er sprach sich für eine umfassende Reform der Grundrente aus. "Die Bundesregierung sollte angesichts der 10-Prozent-Inflation die unzureichende Grundrente in eine armutsfeste, solidarische Mindestrente in Höhe von 1.200 Euro umwandeln", sagte Bartsch.